Warum dieser Wettbewerb?

Mit dem SENovation-Award möchten wir ein gründungsfreundliches Klima in der Zielgruppe Senioren etablieren.

Im Unterschied zu Ländern wie den USA oder Israel, ist Deutschland keine klassische Startup-Nation. Das liegt unter anderem an der guten Arbeitsmarktsituation hierzulande – wer zufrieden mit seinem Job ist, hat keinen Grund, sich selbstständig zu machen. Außerdem gelten die Deutschen als nicht besonders risikofreudig ­– sie vertrauen eher auf den Staat. Auch vermuten Experten, dass die „Gründungsschwäche“ der Europäer kulturell bedingt sein könnte – es fehlen einfach mutige Vorbilder und ein gewisser Pioniergeist. Und so verwundert es nicht, dass die Zahlen von Unternehmensgründungen seit Jahren rückläufig sind. Doch trotz der insgesamt sinkenden Quote stiegt die Zahl der „innovativen Gründer“, die forschen und entwickeln, um technologische oder digitale Innovationen auf den Markt zu bringen. Die Gründerszene tummelt sich übrigens in Hamburg, München, Köln und vor allem Berlin. Die Bundeshauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum Hotspot für digitale Startups entwickelt. Und es kristallisiert sich noch ein weiterer Gründertypus heraus: Junge Leute in den 20ern und 30ern, die Trendprodukte für ihresgleichen entwickeln, alles Bio und trotzdem cool – Hipster-Klopapier, Hipster-Milch, Superfood und vieles mehr.

So konzentrieren sich viele junge Gründer auf die Bedürfnisse der eigenen Generation. Und lassen einen Markt außer Acht, in dem es Milliarden zu verdienen gäbe: Bis 2020 dürfte die Kaufkraft der über 60-Jährigen weltweit ein Volumen von 15 Billionen US-Dollar erreicht haben. Die hohe Kaufkraft vor allem der Babyboomer bleibt den meisten auch nach dem Eintritt in den Ruhestand erhalten. Dabei geht es nicht oder nicht nur um Pflegeprodukte, sondern auch um Autos, Reisen, Haushaltsgeräte, Hobby-Ausrüstungen und Luxusartikel. 

Viele der Innovationen kämen auch anderen Zielgruppen zugute: Unter dem Stichwort „Design for all“ ist beispielsweise die bodengleiche Dusche, die Senioren einen barrierefreien Zugang und eine eigenständige Lebensführung ermöglicht, auch für Familien mit kleinen Kindern attraktiv – mal ganz davon abgesehen, dass sie einfach todschick ist.
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Der Bedarf ist da, der Markt auch, aber er gilt als unattraktiv und heikel, da weder Verbraucher noch Entwickler den Senioren-Stempel aufgedrückt bekommen möchten. Dass es auch anders geht, beweisen diejenigen, die sich über Imagesorgen hinweggesetzt haben. Und genau um die geht es: Um Startups und potenzielle Gründer, die Angebote für die ältere Zielgruppe entwickelt haben oder entwickeln wollen und die im Idealfall eine Vorreiterrolle für die Gründerszene übernehmen. Es muss nicht immer Street-Food sein! Wir möchten mit dem SENovation-Award ein gründungsfreundliches Klima in der Zielgruppe Senioren etablieren.

Wer kann mitmachen?

Ein Wettbewerb für Startups und alle, die ein tolles Konzept in der Schublade haben.

Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Bewerber, die

  1. bereits ein Startup in Deutschland gegründet haben, das Angebote speziell für ältere Menschen entwickelt oder altersunabhängige Lösungen mit einer bewussten Ansprache von Älteren verbindet, und am Ende der Bewerbungsphase maximal seit zwei Jahren besteht.
  2. ein schlüssiges Konzept für ein altersgerechtes Produkt oder einen Service einreichen, aber noch keine Firma gegründet haben.

Eine Expertenjury wählt aus jeder der beiden Kategorien 3 Gründer/-teams aus, die sich und ihr bestehendes oder geplantes Konzept im Rahmen eines Pitches kurz vorstellen. Im Anschluss entscheidet die Jury über die/den Gewinner in jeder Kategorie. Die beiden Gewinner erhalten jeweils einen Geldpreis in Höhe von 5000 Euro sowie individuelle Coaching-Maßnahmen.

Der Bewerbungsphase beginnt am 8. Januar 2018 und endet am 30. Juni 2018. Im Anschluss findet die Jurysitzung statt.

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Bewerbungen erfolgen ausschließlich online über das entsprechende Formular auf dieser Webseite. Erhoben werden Basisdaten des Gründer/-teams; die Vorstellung der Idee erfolgt in einer Powerpoint-Präsentation. Optional kann jede/r Bewerber/in ein 60- bis 90-sekündiges Video einreichen. Jede/r Teilnehmer/in akzeptiert mit ihrer/seiner Teilnahme die Teilnahmebedingungen.

Interessiert? Schauen Sie sich unsere Teilnahmebedingungen an!